Die grüne Oase in Fürth

Alles begann 1871

Zum Kütt Fürth - Geschichte

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Wie der Kütt zum Kütt kam.

Mit dem rheinischen Sprichwort „Et Kütt wie et Kütt“ hat der Name unseres Lokales rein gar nix zu tun. Wer eine Kölner Enklave mit halvem Hahn und Kölsch an der Fürther Stadtgrenze erwartet, wird sicherlich überrascht sein.

Denn der Namenspatron ist nicht eine rheinische Redewendung, sondern der Fürther Industrielle Georg Kütt. Dieser wurde am 4. April 1871 in Fürth geboren und blieb seiner Heimatstadt bis zu seinem Tode im Jahre 1947 stets eng verbunden. In jungen Jahren absolvierte er eine Lehre als Bankkaufmann beim Bankhaus Berolzheimer und war nach deren Abschluss in der Abteilung Investment - was damals schlicht noch Geldanlagen hieß - sehr erfolgreich und mit großer Motivation tätig. Sehr zum Verdruss des damals 22 jährigen Georg Kütt musste er auf Drängen seiner resoluten Mutter und wegen personeller Engpässe in der Unternehmensführung in den elterlichen Spiegelschleiferbetrieb einsteigen. Noch heute existiert das Fabrikgebäude in etwas veränderter Architektur in der Langen Straße und wird im wesentlichen unter dem Namen „Kofferfabrik“ als gastronomischer Betrieb genützt.

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten und Motivationsproblemen - er trauerte seinen Investment Bankjob doch sehr nach - übernahm er mehr und mehr die Zügel im elterlichen Betrieb. Er formte den Betrieb in seinem durch Liberalismus und Toleranz geprägten Führungsstil zu einem der rentabelsten und mitarbeiterfreundlichsten Betriebe in ganz Fürth. An dieser Stelle sei unbedingt erwähnt, dass die Wirtschaftskraft der Stadt Fürth der Nachbarstadt damals bei weitem überlegen war. Georg Kütt war ebenfalls dem örtlichen Fußballsport schon früh verbunden. Er war einer der ersten regelmäßigen VIP Gäste im damaligen Sportpark Ronhof und unterstützte den jungen und erfolgreichen Verein immer wieder mit großzügigen Zuwendungen ohne aktiv in die damals sehr erfolgreiche Vereinspolitik einzugreifen.
Auf dem Abbild der hölzernen Haupttribühne, das sich im Lokal befindet, ist er mit etwas Mühe zu erkennen.

Unterstützung des langsam aufkommenden Fußballsports und liberale Mitarbeiterführung waren ebenso unüblich wie heute selbstverständliche Urlaubsreisen ins Ausland. Georg Kütt verbrachte seine rare arbeitsfreie Zeit hauptsächlich im familiären Garten, der jetzt die Gartenwirtschaft ist. Schon damals war dieser Ort eine grüne Oase in der stark prosperierenden Stadt Fürth. Georg Kütt genoss diese Zeit im Kreise seiner Familie und nicht selten kam es vor, dass man überschaubare Feste mit entspechenden kulinarischen Genüssen im „Kütt feierte. Trotz eines gewissen finanziellen Wohlstand war Georg Kütt zeit seines Lebens ein sparsamer und bodenständiger Mensch geblieben.

Unsere wechselnde Speisekarte orientiert sich möglichst nah an den Leibspeisen des Namenspatron und wir geben uns Mühe, diese möglichst originalgetreu zuzubereiten. Georg Kütt und seine Nachfolger setzten sich schon immer für den erhalt „grüner Oasen“ und des regionalen fairen Handel ein. Sicherlich ganz im Sinne des Gründers dieser Oase bevorzugen wir, wo immer es möglich ist, regionale Zutaten von regionalen Herstellern.

Wir hoffen das Sie sich in dem ehemalig Küttschen Garten und heutigem „Zum Küttebenso wohl fühlen wie Georg Kütt mit seiner Familie und Freunden und wünschen Ihnen einen relaxten und angenehmen Aufenthalt.

Zum Wohl!

Zum Kütt | Harald Walter | Dr.-Mack-Straße 53 | Uferstadt in Fürth
Telefon +49-911-78083172